Nächster Schritt auf dem Weg zur UVP

 

Feststellungsantrag eingereicht: Rhomberg Gruppe benötigt Klarheit, ob Schutzgüter vollständig im UVP-Verfahren geprüft werden können.

Bregenz/Hohenems, 18. September 2019 – Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Pläne zur Weiternutzung des Steinbruchs Unterklien rückt näher: Das Land wird nun auf Antrag der Rhomberg Gruppe im Rahmen eines Feststellungsverfahrens klären, ob alle Schutzgüter in einem konzentrierten UVP-Verfahren oder in vorgelagerten Teilverfahren beurteilt werden.

 

Im Sommer des vergangenen Jahres stellte die Rhomberg Gruppe ihre Pläne zur Fortsetzung des Steinbruchs Unterklien, zur Ressourcensicherung und zum Klimaschutz im Land öffentlich vor. Schon damals betonten die Verantwortlichen, eine freiwillige Umweltverträglichkeitsprüfung anzustreben. Nun steht dieser Schritt an: „Um das komplexe und umfangreiche UVP-Verfahren weiter effizient planen zu können, benötigen wir rechtliche Klarheit darüber, ob alle Fragen, die die Schutzgüter betreffen, in einer vollständigen UVP oder in teilweise separaten Verfahren behandelt werden“, erläutert Rupert Grienberger, Geschäftsführer von Rhomberg Bau, die Hintergründe des Antrags. „Deshalb haben wir jetzt einen Feststellungsantrag an die UVP Behörde gestellt.“ Einen eindeutigen Vorteil einer Prüfung sämtlicher Schutzgüter in einem konzentrierten Verfahren sieht Grienberger klar in Sachen Transparenz und öffentlicher Mitsprache. „Unsere Pläne zur Ressourcensicherung des Landes werden den zuständigen Amtssachverständigen der Vorarlberger Landesregierung, der Montanbehörde und den Standortgemeinden zur eingehenden Prüfung vorgelegt. Damit können wir sicherstellen, dass eine Lösung gefunden wird, die von allen Beteiligten getragen wird“.

 

Die Verantwortlichen der Rhomberg Gruppe sind davon überzeugt, dass der Steinbruch einen essenziellen Beitrag zur nachhaltigen Gewinnung von Rohstoffen und damit auch den Klimaschutzzielen des Landes leistet. „Durch den zentralen Standort im Rheintal haben wir mit Abstand die kürzesten Transportwege in ganz Österreich“, erklärt Grienberger. „Statt der landesweit durchschnittlich über 30 Kilometer sind unsere Materialien gerade einmal 9 Kilometer unterwegs. So sparen wir Jahr für Jahr allein im Transport rund 800 Tonnen des klimaschädlichen CO2.“

 

Ablauf UVP-Verfahren
Die Rhomberg Gruppe befindet sich mit ihrem Projekt zur Weiternutzung des Steinbruchs Unterklien nach wie vor im freiwilligen Vorverfahren der Umweltverträglichkeitsprüfung. Im Rahmen des Vorverfahrens wurden das Vorhaben und das Konzept für die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) den Amtssachverständigen des Landes vorgestellt. Basis für das folgende UVP-Verfahren werden die Untersuchungen des UVE-Konzeptes sein. Darin enthalten sind die Beschreibung des geplanten Projekts zur Weiterführung des Steinbruchs Unterklien sowie eine exakte wissenschaftliche Erfassung des Ist-Standes aller Schutzgüter im Projektumfeld. Zudem wird eruiert, ob und inwieweit umweltrelevante Auswirkungen auf die Schutzgüter vorliegen, und es werden Maßnahmen aufgezeigt, mit denen diese Auswirkungen bestmöglich neutralisiert werden können. Nach der UVP-Prüfung werden sämtliche Unterlagen für mindestens sechs Wochen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.